
Esteban Sapir bringt den Stummfilm der 1920er Jahre mit modernster digitaler Technik zusammen und beschwört
eine bedrückende mediale Schreckensvision herauf: In einer Stadt ohne Stimmen haben sämtliche
Bewohner die Fähigkeit zu sprechen verlernt. Einzig eine Sängerin und ihr blinder Sohn sind noch in der
Lage, sich zu unterhalten – und somit die einzige Hoffnung, die Stadt von der Herrschaft des Diktators Señor
TV zu befreien...
Mi 19.05. 20h (mit Einführungsvortrag von Bastian Schmidt) --- Eintritt: 4.-
(Konzept: Petra Missomelius, technische Realisation: Matthias Gräfenhan & Werner Schäfer - mit freundlicher Unterstützung von german stage service)
"Immer trifft es mich." "Heute ist es zu heiß, gestern war es zu kalt." "Niemand liebt mich." "Ich verdiene zu
wenig." "Nie habe ich Glück"... Egal ob laut oder leise, theatralisch oder banal – die "Elektronische Klagemauer"
verwandelt den Theatersaal in einen Ort des Klagens. Die Besucher sprechen ihre Klage auf die virtuelle
interaktive Audio-Installation, um sich von ihrer Last zu befreien, und haben gleichzeitig teil an den hinterlas -
senen Klagen vorheriger Besucher.
geöffnet zu den Vorstellungen (18-22h) --- Eintritt: frei